Poller & Persenning

Hermann Buß

05.11.17 bis 06.01.18, St. Martini Kirche Braunschweig

Seien Sie herzlich eingeladen zur Ausstellungseröffnung mit Gottesdienst "Martini klingt".

Am Sonntag, 05.11.2017 um 11 Uhr Hermann Buß „Poller & Persenning.

 

Am Anfang stand die Bitte eines Freundes: ein Bild zu malen zu den 95 Thesen Martin Luthers. Am Ende sind dreizehn Bilder entstanden.

Zwei Begriffe hatte er sich für diesen Versuch ausgewählt: Gnade und Barmherzigkeit. Beide sind für ihn Schlüsselwörter aus Luthers Thesen.

Aus Gnade und Barmherzigkeit wurden in Hermann Buß` Bildsprache Poller und Persenning. Das Grau der Nordsee entspricht seinem Schönheitsideal.

So hat er die starken Poller an den Häfen der Nordsee, an denen selbst die größten Schiffe sicheren Halt finden, zum Symbol für die Gnade gemacht.

Das Schützende der Persenning (Abdeckplane) hingegen ist für ihn zur Barmherzigkeit geworden.

Gewohnt eindringlich und verbunden mit der typischen Landschaft der Nordsee zeigt Hermann Buß uns diese Schlüsselwörter in dem Gemäldezyklus:

Mit düstergrauem Himmel, eigenartigem gleißendem Licht kurz vor dem Aufziehen eines Gewitters, ruhigem und tosendem Wasser, Deckslampen, rostenden und trotzdem strahlenden Pollern und allerhand (nicht unbedingt alltäglichem) maritimen Zeug.

Für mich sind die Bilder auch immer Fenster in eine andere Welt. Stehe ich vor den Bildern, so schaue ich hinaus auf die Nordsee, auf den Horizont, aufs Meer. Und andersrum, bin ich an der Nordsee, denke ich immer wieder: dieser Blick, diese Landschaft, diese Situation hätte auch von Hermann Buß sein können und ich sehe ganz klar ein Gemälde vor mir.

Zeigt mir, wie detailgenau Hermann Buß die Stimmung, das Licht, die Wirkung des Wassers einfängt und auf Leinwand wiedergibt.

Im Anschluss an den Gottesdienst: Sektempfang in Anwesenheit des Malers

Hermann Buß.

 

Mehr Infos zu Hermann Buß unter:

http://www.hermannbuss.info/

 

Alle Gemälde (c) by Hermann Buß

 

 05.11.2017 Ausstellungseröffnung "Poller & Persenning" mit Hermann Buß

Fyler Austellung Poller & Persenning Hermann Buß
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Winterkunstzeit

28.01 bis 29.01.17

Am letzten Wochende im Januar lassen wir die Werke der Künstler Hermann Buß und Alexander Calvelli in einer Ausstellung in einen spannenden Dialog treten.

Vom Norddeutschen Maler Buß gibt es neue Werke seiner Serie "Poller und Persenning" und von Alexander Calvelli Motive aus Braunschweig und der Region zusehen.

Zusätzlich gibt es einen kleinen Kunstbasar mit Originalen, Drucken, Postkarten, Büchern uvm. Abgerundet wird unser Programm durch die vielfältige Künstlerin Daria Beyer, die am Samstag für Sie in wenigen Minuten für kleines Geld ganz persönliche, einzigartige schwarz-weiß Porträts und Karikaturen zaubert.

Wir freuen uns auf Sie bei diesem Kunstgenuß.

An diesem Wochenende ist außerdem verkaufsoffener Sonntag und überall in der Stadt gibt es von den Kulturschaffenden der Stadt Braunschweig weitere Kunst zu sehen. Es lohnt sich also sich aufzumachen in die City.

 

Wann: Samstag, 28.1 von 11 - 15 Uhr und Sonntag, 29.1 von 15 -18 Uhr

Wo: Jakobskapelle, Eiermarkt 3, Gemeindehaus St. Martini

Programm Winterkunstzeit
Programmheft winterkunstzeit 2017.pdf
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Otmar Alt "Lutherzyklus"

vom 28.10 - 20.11.16, Haus der Kirche Kassel

Vom 28.10 bis zum 20.11.16 zeigt das Haus der Kirche der Evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck Arbeiten des Künstler Otmar Alt.

Die geziegten Werke sind Teil des Projekts "Lutherzyklus" das wir zusammen mit dem Künstler Otmar ALt zum kommenden 500 jährigen Reformationsjubiläum initiiert haben. Entstanden ist eine auf 95 Stück limitierte Grafikmappe entstanden.

Insgesamt werden 11 farbenfrohe Grafiken präsentiert, die durch malerische Ergänzungen durch den Künstler einzigartige Details enthalten. Thematisch setzt sich Otmar Alt mit den Vier Soli und der zentralen Figur Martin Luther auseiander. Der Historische Bezug in Verbindung mit der charakteristische Ausdrucksform Otmar Alts schafft eine Brücke zwischen Vergangenenheit und Gegenwart. Dabei laden uns die Werke dazu ein in lebendigen Austausch miteinander erlebt, entdeckt und diskutiert zu werden.

Sie wollen die Ausstellung besuchen? Dann finden Sie weitere Informationen unter:

http://www.ekkw.de/veranstaltungen/index_details.php?id=45900&show=detail

Fotografin Dorothea Riek

ab 23.10.16 im Martini Gemeindehaus, Eiermarkt 3, 38100 Braunschweig

ab dem 23. Oktober präsentieren wir Werke der Braunschweiger Fotografin Dorothea Riek in der jakobskapelle des Martini Gemeindehaus.

Die im Jahr 1950 geborene Künstlerin arbeitet ehrenamtlich in der Kulturredaktion von Radio Okerwelle und berichtet dort über das kulturelle Geschen in Braunschweig. Vor 10 Jahren hat sie dann die Faszination des Fotografierens entdeckt. Die Motive für ihre Werke findet sie viel in der Natur oder auch im Stadtbild Braunschweigs.

Über sich selbst sagt sie: "Als Braunschweigerin verfolge ich nicht nur die aktuelle Lebenssituation in unserer Stadt. Ich halte gerne Motive fest, die einer Veränderung weichen sollen. Durch das Fotografieren habe ich gelernt meine Umwelt, die Natur und meine Stadt bewusster wahr zunehmen."

Weitere Informationen zur Künstlerin finden Sie unter:

http://www.dorothea-rieck.de/

Die Ausstellung kann in der Jakobskapelle (Eiermarkt 3, 38100 Braunschweig) während den Öffnungszeiten des Gemeindebüros (Mo, Di, Do, Fr 9 – 12 Uhr, Mi 15:30 – 18:30 Uhr) besichtigt werden. Für Besichtigungen außerhalb der Öffnungszeiten und weitere Informationen  können Sie sich bei uns im Büro unter Tel.: 0531/ 6180007 oder E-Mail lange@kunst-kultur-reisen.net melden.

Otmar Alt: "Lutherzyklus"

Mappenwerk zum 500.Reformationsjubiläum

18. November 2014 bis 28. Februar 2015

Henning Lange und die Prüsse-Stiftung greifen zusammen mit dem Künstler Otmar Alt das Thema "500 Jahre Reformation" mit einem gemeinsamen Kunstprojekt auf.

Das Mappenwerk war vom 18. November 2014 bis zum 28. Februar 2015 in der jakob-kemenate zu sehen. 

Die Grafikmappe ist als Sammelobjekt und wertvolle Erinnerung an das Jubiläum gedacht. Es erscheint in einer Auflagenhöhe von 95 Exemplaren und umfasst je 11 Original-Alugrafiken des Künstlers. Die Schirmherrschaft des Projekts hat die Ministerpräsidentin von Thüringen Christine Lieberknecht a.D.

Mehr Informationen zum Kunstprojekt von Otmar Alt auch unter dem Menüpunkt "Leih-Ausstellungen"!

Alexander Calvelli

"Zwischen Zucker und Zink - Gemälde einer unzugänglichen Welt"

18. September bis 19. November 2014

Alexander Calvelli, Salzgitter AG, Schmelzer an der Abstichrinne, Acryl auf Papier, 2014

Zwischen September und November 2014 zeigte die jakob-kemenate erstmals in Braunschweig Werke von Alexander Calvelli. Der in Köln lebende Künstler hat sich als Industriemaler einen Namen gemacht und ist im Ruhrgebiet ein bekanntes Gesicht. Für die Ausstellung mit mehr als 140 Werken bereiste Alexander Calvelli mehrere Wochen das Braunschweiger Land und setzte viele alte und neue Industrieanlagen der Region in seinen Bildern beeindruckend in Szene. 

Rund um die Ausstellung, die unter der Schirmherrschaft der niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, stand, gab es außerdem ein reiches Begleitprogramm mit Führungen durch die Industrieorte der Region, Lesungen und Konzerten. Insgesamt zählte die Werkschau rund 1000 begeisterte Besucher. 

Künstlerprofil Gisela Weiß

18. Mai bis 8. Juni 2014

Gisela Weiß, Kattreppeln, Acryl auf Leinwand, 2006

In der Reihe "Künstlerprofil" stellt die jakob-kemenate in lockerer Folge Künstler vor, die auf die eine oder andere Weise mit der Kemenate verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen nicht nur bekannte Werke, sondern auch und gerade neue Entwicklungen. Den Anfang machte Gisela Weiß, ehemalige Dozentin für Zeichnen und Portrait an der Volkshochschule und seit 1989 Mitglied im Bund Bildender Künstler (BBK) von Braunschweig.

Die aktuelle Werkschau zeigte Stadtansichten, Landschaften, Porträts, Farbkompositionen und Zeichnungen und damit die gesamte Bandbreite des künstlerischen Schaffens von Gisela Weiß.

Mit der Reihe "Künstlerprofil" möchte die jakob-kemenate die Künstler auch unterstützen. So können alle Bilder auch käuflich erworben werden. 

Bleibende Kunstreihe: "Das letzte Abendmahl"

Vorstellung der Neuerwerbungen 

 

17. April  - 17. Mai 2014

Elisabeth Engelbrecht, Das letzte Abendmahl, 2013

Mit Ben Willikens "Das letzte Abendmahl 4" startete die jakob-kemenate eine neue Sammlung in der Sammlung. Inzwischen sind drei Kunstwerke hinzugekommen, die an Gründonnerstag vorgestellt wurden. Die Bilder von Willikens, Otmar Alt, Elisabeth Engelbrecht und Hermann Buß gehören zu den ständigen Kunstwerken der jakob-kemenate. Die Reihe wird in den kommenden Jahren weiter wachsen.   

Kunst-Ausstellung:  "Freunde   der Kemenate"

20. November 2013 - 20. Januar 2014

Zum Jahreswechsel zeigte die jakob-kemenate in eiiner Werkschau wieder Künstler, die aktuell oder in der Vergangenheit in Braunschweigs ältestem Gebäude ausgestellt haben.

Für die Besucher gab es ein Wiedersehen mit Michael Nitsche, der noch in der Ruine der Kemenate ausstellte, mit Hermann Buß, Markus Wollenschläger, Magnus Kleine-Tebbe, Rolf Stumpp, Elisabeth Engelbrecht, Günter Grass, Holger Lassen und Otmar Alt. Aber auch mit Künstlern, zu denen die jakob-kemenate Reisen, Mehrtagestouren und Tagesausflüge veranstaltet hat, wie Marc Chagall, Ernst Barlach und Otto Dix.

Nikolaus Hipp: "Alles ist Licht"

13. September bis 8. November 2013

Nikoluas Hipp, 27, Öl auf Leinwand, 24 x 35cm, 1991

In ihrer Reihe "Künstlerische Mehrfachbegabungen" zeigte die jakob-kemenate in Kooperation mit der St. Martini-Kirche und dem Amtsgericht Braunschweig erstmals in Norddeutschland eine umfassende Schau mit mehr als 100 abstrakten Gemälden von Nikolaus Hipp.

Begleitet von einem Rahmenprogramm aus Lesungen, Konzerten und einem Podiumsgespräch gab die Ausstellung einen Eindruck von den zahlreichen Facetten des Menschen Hipp, der unter dem Vornamen Claus nicht nur ein großes Familienunternehmen leitet, sondern eben auch sehr erfolgreich als freischaffender Künstler und Kunsterzieher sowie als Autor und Musiker unterwegs ist.

Vor Nikolaus Hipp waren in der Reihe bereits Werke von Günter Grass (2010), Hermann Hesse (2011) und Otmar Alt (2012) zu sehen.

Mehr über Nikolaus Hipp unter www.nikolaus-hipp.de

Hermann Buß: "Kleine Formate"

7. April bis 30. Juni 2013

Hermann Buß - Maler, Pädagoge, Seefahrer - war schon mehrfach in der jakob-kemenate zu sehen. Dieses Mal konzentrierte sich die Ausstellung allerdings auf die kleinen Gemälde und Studien, die für Buß, der sonst eher zu Großformaten neigt, ungewöhnlich sind. Die Motive sind allerdings ganz ähnlich: Wie die großen Bilder zeigen sie Wasser, Schiffe, Menschen, sind aber weit weg von ostfriesischer Heimatromantik. Buß' Bilder - egal ob groß oder klein - sind tiefgründig, rätselhaft und nur auf den ersten Blick eindeutig. Sie verfügen über zwei Ebenen: Sie sind intellektuell eine Herausforderung, sprechen aber genauso etwas Sinnliches, Ästhetisches beim Betrachter an. 

 

Mehr zu Hermann Buss auf facebook.

Geschenkt - Gestiftet - Erworben

07. Januar bis 07. April 2013

Ausstellung: Geschenkt-Gestiftet-Erworben, jakob-kemenate, 2013 (Foto: Birgit Leute)

In mehr als 15 Ausstellungen hat die jakob-kemenate zeitgenössische Kunst einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Viele der Künstler haben bleibende Spuren in Braunschweigs ältestem Profanbau hinterlassen. Darunter international bekannte Namen wie Günter Grass und Otmar Alt, aber auch regionale Maler, Bildhauer und Designer wie Ben Willikens, Magnus Kleine-Tebbe, Daniel Thulesius und Marcus Wollenschläger.

In der Ausstellung „Geschenkt – Gestiftet – Erworben. Ständige Ausstellung der jakob-kemenate / Stiftung Prüsse“ zeigte die jakob-kemenate eine Übersicht über dieser Kunstwerke.

Otmar Alt: "Farbwelten"

15. September bis 4. November 2012

Ausstellung: Farbwelten, jakob-kemenate, 2012 (Foto: Andreas Greiner-Napp)

Otmar Alt (Jahrgang 1940) steht für farbenfrohe Bilder und Skulpturen, die heiter und verspielt wirken und gleichzeitig tiefgründige und komplexe Geschichten erzählen. Die Vielseitigkeit des Künstlers und Handwerkers Alt ist enorm:  Neben Gemälden, Grafiken und Skulpturen schuf der gebürtige Wernigeroder Kinderbücher, Olympia-Plakate, Bühnenbilder, Porzellan, Möbel u. v. m.

Im Ausstellungszeitraum zeigt die jakob-kemenate an drei Ausstellungsorten sowie zahlreichen dezentralen Stellen rund 120 Ausstellungsobjekte, darunter einige Objekte, die noch nie in der Öffentlichkeit zu sehen waren.

"Farbwelten" ist die dritte Ausstellung in der Reihe über künstlerische Mehrfachbegabungen. Zu sehen waren davor Günter Grass (2010) und Hermann Hesse (2011).

Hermann Buß: "Seebilder"

 

22. Mai bis 31. August 2012

Hermann Buß, Im Schiff 3, 2009, Öl auf Leinwand 149 x 155 cm

Bereits zum zweiten Mal präsentierte die jakob-kemenate den norddeutschen Maler Hermann Buß, dessen bevorzugtes Motiv Küstenlandschaften sind. Molen, Häfen und schwere Containerschiffe sind allerdings nur auf den ersten Blick realistische Abbildungen. Auf den zweiten sind sie Projektionsflächen für Buß' eigentliches Thema: den Menschen. Im Rahmen einer Werkschau lädt die jakob-kemenate zum Träumen, Verweilen und Nachdenken ein.

 

Buchtipp:

Hermann Buß / Alfred Buß: "Buß-Sachen"

hrsg. von Landesbischof Friedrich Weber und Klaus Winterhoff

Preis: 14,95 Euro

Gemälde von Hermann Buß mit nachdenklich Texten des Theologen Alfred Buß.

 

Weitere Informationen über Hermann Buß unter www.hermannbuss.info oder bei facebook!
Ein Beitrag des NDR Kulturmagazins über Hermann Buß auf "You Tube"

Hermann Hesse: "Farbe ist Leben"

 

23. Oktober - 2. Dezember 2011

Hesse-Editionsarchiv V.M. OF

Erstmals  zeigte die jakob-kemenate in Braunschweig eine umfangreiche Schau zum Leben und Werk des Literaturnobelpreisträgers - mit rund 70 Aquarellen, illustrierten Handschriften, Malbriefen und Gedichten. Sie setzte damit die Reihe von Künstler-Mehrfachbegabungen fort, die mit Günter Grass einen sehr erfolgreichen Auftakt hatte.
Das Besondere: Rund um die Ausstellung organsierte die jakob-kemenate eine Lesereihe mit Texten von Hermann Hesse. Deutsch- und fremdsprachige Vorleser präsentierten an 40 unterschiedlichen Orten der Stadt Prosa, Gedichte und Briefe des Wahl-Schweizers, der zu den meistübersetzten deutschsprachigen Autoren gehört.

Rund 10 000 Besucher verfolgten die Ausstellung und die Lesungen.

Günter Grass: "Grafiker, Bildhauer, Schriftsteller"

 

14. November 2010 - 30. Januar 2011

Ausstellungseröffnung: Der Butt von Günter Grass vor der jakob-kemenate, 2010

Mit Günter Grass startete die jakob-kemenate ihre Reihe über Künstler-Mehrfachbegabungen. Das bildnerisch-schriftstellerische Doppeltalent Grass gehört zu jenen schöpferischen Giganten, die das kulturelle Leben in Europa entscheidend mitgeprägt haben.

Unter Schirmherrschaft des Braunschweiger Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann und des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister sowie in Kooperation mit dem Günter-Grass-Haus in Lübeck zeigte die eigens für Braunschweig konzipierte Kunst-Ausstellung rund 100 Radierungen, Lithographien sowie Plastiken von Günter Grass. Mehr als 5000 Besucher verfolgten die Werkschau in der jakob-kemenate, dem Braunschweiger Amtsgericht und in der St. Martini-Kirche.

Kunst 8: Angela Camara Correa

 

14. August bis 12. September 2010

Bereits zum fünften Mal verband Kunst 8 das alte Handelszentrum von Braunschweig zwischen Brüdernkirche und jakob-kemenate, zwischen Altstadtmarkt und Bäckerklint mit zeitgenössischer Kunst und interessierter Öffentlichkeit.

Angela Camara Correa suchte in ihren Arbeiten die Verbindung zwischen Tradition und Gegenwart, zwischen alten Ritualen und zeitgenössischen Gefühlen und ließ die sonst nur Rezipierenden teilhaben: Zusammen mit den vielen Ehrenamtlichen, die die Arbeit an diesem Ort mitrugen, entstand eine traditionelle, brasilianische „Plauderdecke“, in der sich Kulturen, Rituale und Geschichten verwoben.

Fast als Metapher der künstlerischen Intention von Angela Camara Correa erschien das Treppenhaus der Kemenate, die Brückenarchitektur zwischen Alt- und Neubau. Ihm gab sie durch eine feine Gazearbeit, die an die sieben Röcke des spirituellen brasilianischen Tanzes erinnert, poetische Aufladung.

Elisabeth Engelbrecht: "Abschied vom Biotop"

 

31. Mai bis 16. Juli 2010

Elisabeth Engelbrecht, Hinter jeder Frau ohne Gesicht steht ein Mann mit Hut

Abschied vom Biotop ist nicht nur der Titel der Ausstellung, sondern gleichzeitig auch der Titel eines Kunstwerks von Elisabeth Engelbrecht. Die kleine Werkschau zeigte Beispiele realistischer Ölbilder und Aquarelle der Künstlerin. Engelbrecht hat an der Kunsthochschule Kassel freie Malerei studiert und am Landesmuseum Braunschweig eine Ausbildung zur Gemälderestauratorin gemacht. Die Bilder sind zwischen 1981 und 2010 entstanden und spiegeln unterschiedliche Lebensorte und biografische Zusammenhänge wider.

Die bleibende Einladung: Ben Willikens "Das letzte Abendmahl IV"

Ausstellung und Vortragsreihe

 

April 2010 - April 2011

Drei Jahre lang hat sich Ben Willikens - von 1982 bis 1991 Professor an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) in Braunschweig - intensiv mit Leonardo da Vincis Wandgemälde "Das letzte Abendmahl" auseinandergesetzt. Am Ende des Dialogs standen 1979 zahlreiche Entwürfe und ein monumentales Tafelbild. Willkens verzichtete dabei auf alle narrativen Elemente und biblischen Figuren und schuf stattdessen eine menschenleere, streng perspektivische Licht-Raum-Architektur, die Raum für eigene Interpretationen lässt.

In der Reihe "Die bleibende Einladung" setzten sich ein ganzes Jahr lang zwölf prominete Braunschweiger aus Wirtschaft und Wissenschaft, Recht und Religion, Kunst und Kultur in kurzweiligen Vorträgen mit Willikens Werk auseinander. Mit mehr als 500 Zuhörern je Vortrag war die Reihe der jakob-kemenate ein großer Erfolg. Das Werk hängt als permamente Kunst aktuell im Untergeschoss der jakob-kemenate.

Magnus Kleine-Tebbe: Bildhauer und Künstler in Braunschweig

Werkschau 1994 - 2009

 

August/September 2009

Ausstellungseröffnung, Magnus Kleine-Tebbe: Werkschau 1994 - 2009, August 2009

Nach Braunschweig kam der gebürtige Bremer Magnus Kleine-Tebbe im Jahr 1994. Sechs Jahre lang arbeitete er als Assistent am Lehrstuhl für Grundlagen der Gestaltung bei Professor Jürgen Weber. 2000 entschied sich Kleine-Tebbe für eine Arbeit als freier Bildhauer.

Schwerpunkt seiner Arbeit ist die klassische Bildhauerei mit einer sehr detaillierten Darstellung und das Porträt. Kleine-Tebbe arbeitet hauptsächlich mit Stein, erstellt aber auch Bronze-Plastiken. Dabei finden sich in seinen Entwürfen immer wieder biblische Motive, wie die Werke "Bathseba" oder in der "Laodizea" zeigen.

Rund 20 seiner Werke wurden in der Region Braunschweig öffentlich ausgestellt. Neben der Werkschau im Herbst 2009 zeigt die jakob-kemenate zeitlich unbefristet die "Jakobsmuschel" von Magnus Kleine-Tebbe im unteren Raum des Gebäudes.

Ein Film von Gerrit Müller mit dem Titel "Solus Jesus Christus" (15 Min, 2012) dukumentiert das Konzept und die Entstehung der Holzfigur "Solus Jesus Christus". Diese Großplastik aus Eichenholz wird bis zum Lutherjahr 2017 halbjährlich ihren Standort innerhalb von Braunschweig und seiner Umgebung wechseln. Der Film ist auf Youtube abrufbar.

Pierre Olingue: "Kleine Abfälle und große Küche"
(Petits rebuts et grand cuisine)

Fotografien

 

8. bis 28. November 2008

Anlässlich des 22. Internationalen Filmfests in Braunschweig zeigte die jakob-kemenate rund 25 Fotografien des Franzosen Pierre Olingue. In seinen Bildern gibt Olingue Küchenabfällen ein neues Gesicht: Apfelstrünke, ausgedörrte Paprikareste und welker Sellerie werden zuerst getrocknet, dann gescannt und verwandelt sich später in der Fotografie in ein fast surrealistisches Bild wie im "Porchierten Apfelmonster" aus dem Jahre 2004. "Es wird höchste Zeit, dass diese Abfälle endlich Anerkennung finden", fordert Olingue, der 1948 geboren wurde und in Rouen lebt und arbeitet.

Stadt im Relief

 

1. September bis 27. Oktober 2008

Die Ausstellung widmete sich zwei unterschiedlichen Themen: Erstens die Darstellung Braunschweigs im Laufe der Epochen -ein Relief aus dem Jahre 1765 ließ Geschichte, Architektur und Stadtentwicklung lebendig werden - und zweitens Ansichten von Venedig, Berlin, Hamburg und New York - ebenfalls als Relief und aus ganz ungewohnten Perspektiven.

Elmar Arnhold, Bauhistoriker und Dipl-Ing., lieferte dank seiner Erfahrungen im bauhistorischen Bereich das umfangreiche Datenmaterial für die virtuelle Rekonstruktion. Christian Werner steuerte die moderne Technologie bei, mit der er in absoluter Präzision die 3-D-Darstellungen in Holz oder Stein schuf.

J. M. Grumer: "Skulpturen & Collagen"

 

9. Juni bis 27. Juli 2008

"In allen Bereichen des täglichen Lebens - im Design, der Architektur, in Mode-, Möbel- oder Autoindustrie, in der Technologie und der Forschung - spielen Materialien eine immer größere Rolle", sagt der Designer Jörg Grumer. "Sie stehen für Status, Authentizität, Persönlichkeit und Lifestyle." In seinen Arbeiten zeigt der 1964 in Hamburg geborene Grumer immer wieder das Zusammenspiel und die Wechselwirkung ganz unterschiedlicher und zum Teil gegensätzlicher Materialien. So kombiniert er Kupferkabel mit Filz und Lärchenholz, nutzt  Glas, Plastik und Stahl und erzeugt auf diese Weise ein unglaubliches Spannungsfeld. Grumer studierte von 1987 bis 1993 an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig (HBK) und arbeitet aktuell als Senior Designer bei Volkswagen Design, Wolfsburg.

Viele Designerstücke, die anlässlich der Ausstellung in der jakob-kemenate gezeigt wurden, nahmen unmittelbar Bezug auf die Räumlichkeiten des mittelalterlichen Gebäudes.

Hermann Buß: "Tide"

 

24. März bis 11. Mai 2008

Ausstellungseröffnung: Hermann Buß, Tide, 24.03.2008

Mit der Ausstellung "Tide" zeigte die jakob-kemenate in Kooperation mit der Martini-Kirche und dem Amtsgericht Braunschweig eine Werkschau des Malers Hermann Buß. Der Titel impliziert schon die Leidenschaft des ostfriesischen Künstlers: Wasser und Meer. Buß unterbrach sein Pädagogikstudium (Schwerpunkt: Kunstpädagogik) mehrmals durch Fahrten zur See und blieb auch danach dem Meer stets verbunden. Er malt durchaus im realistischen, auch bisweilen romantischen Stil der alten Meister wie Caspar David Friedrich, aber nirgends bleibt er in einer abgebildeten Welt stehen. Seine Wirklichkeiten sind mehrschichtig wie das sich übereinander schiebende Eis.

Der Katalog zur Ausstellung "Tide" ist im Internetshop der jakob-kemenate erhältlich.

Markus Wollenschlaeger: "Skulpturen und Bilder"

 

Dezember 2007

Markus Wollenschlaeger gehört zu einer Generation von Künstlern, die Krieg und Nachkriegszeit nicht mehr erlebt haben. 1962 geboren, studierte der Bremer ab 1989 Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig (HBK). Im Gegensatz zu seinen Professoren hatte Wollenschlaeger allerdings nie Interesse an deren obsessiven Katastrophenbildern. Stattdessen fühlte sich der junge Student zu den Motiven der dänischen Maler aus der Vor-CoBrA-Zeit hingezogen und verwendet sie wie Elemenete der Kindermalerei.

Auf eine weiße Grundierung setzt Wollenschlaeger zum Beispiel verschiedene rote, grüne und gelbe Flecken und erfindet aus ihnen Fische, Sonnen oder Pflanzen.

Thomas Bartels und Eva Schröder

 

6. bis 30. November 2007

Eva Schröder, Jetzt geht´s doch, Rollkammer, 2006

Anlässlich des 21. Internationalen Filmfests in Braunschweig zeigte die Künstlerin Eva Schröder Malerei, Grfaik und vor allem eine Serie von 14 Rollkammern. Sie waren Teil eines multimedialen Projekts, das bei der Finissage der Ausstellung zur Aufführung kam.

Bereits 2004 zeichnete Eva Schröder Illustrationen zur Kurzgeschichte "Jetzt geht's doch!". Auf der Grundlage dieser Illustrationen entwickelte die Künstlerin dreidimensionale Objekte, die sie Rollkammern nennt, in Anlehnung an den Wagen, den der Protagonist der Geschichte immer wieder treppauf und treppab durch sein Elternhaus schiebt. Die Kästen können Zimmer sein und doch sind unten Räder dran. Auf schlanken Stelen balancierend zeigen sie aus Holz geschnitze Figuren und Objekte sowie perspektivisch verzerrte Räume.

 Die Rollkammern sind auch die Hauptfiguren in einem Animationsfilm, den Schröder zusammen mit Thomas Bartels anlässlich des Filmfests erstellte. Der Musiker Wolfgang von der Wiesche schaffte dazu aus Geräuschen, Klängen und Musikfragmenten eine sparsamen Soundtrack. Die Besuchern der jakob-kemenate hatten mit der Ausstellung die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

"Martini on the wall" - Aquarelle, Zeichnungen, Gemälde

 

1. bis 31. Dezember 2006

Die in dieser Ausstellung versammelten Gemälde und Grafiken verbindet eine Gemeinsamkeit: Sie alle zeigen das Architektur-Ensemble St-Martini-Kirche, Altstadtrathaus und Altstadtmarkt in Braunschweig. Zeitlich stammen sie aus den Jahren 1945 bis zur Gegenwart und geben Zeugnis darüberab, wie sich der historisch bedeutsame Platz gewandelt hat: von der romantischen Schneepartie Ende des 19. Jahrunderts über die Zerstörung durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg bis zur allmählichen Schließung der Baulücken in der Nachkriegszeit.   

Die Werke stammen aus der Sammlung Jochen Joachim Prüsse, der zu dem Gotteshaus in seiner Jugend eine besondere Affinität hatte. "Mit dem Sammeln von Braunschweiger Trümmerbildern, habe ich auch die Spielplätze meiner Kindheit gesammelt und bewahrt", sagt er, der trotz vieler Reisen und Auslandsaufenthalte immer eine besondere Verbundenheit zu seiner Heimatstadt verspürte.  

Jörg Plickat - Retroperspetive 1981-2006

 

7. März bis 7. Juni 2006

Jörg Plickat, Jesus, Mooreiche, 1987

Die Ausstellung auf Initiative von Karin und Jochen Joachim Prüsse und in Kooperation mit der St.Martini-Kirche Braunschweig bot einen Einblick in das Schaffen von Jörg Plickat. Stahl, Stein,Bronze, Holz und Papier sind die bevorzugten Materialien des Künstlers, der in seiner Heimat Schleswig-Holstein, aber auch längst darüber hinaus viele Spuren im öffentlichen Raum hinterlassen hat. Plickats Interesse gilt dem Menschen. Seine Kunst ist nicht im eigentlichen Sinne religiös, aber sie stellt durch dieses Interesse ganz neue - eben auch religiöse - Bezüge her.

Die zum Teil monumentalen Riesenskulpturen waren in und vor der St. Martini-Kirche ausgestellt. Jörg Plickat war auch maßgeblich an der Gestaltung der jakob-kemenate beteiligt. Mehr Informationen unter "Permanete Kunst" und "Die jakob-kemenate".

Barlach in Braunschweig - Mystiker der Moderne

 

24. Juli bis 8. September 2005

Ernst, Barlach, Schwebende Gottvater, Böttger Steinzeug, 1922

Das gesamte Werk Barlachs ist von der Wahrnehmung einer mystischen Urkraft geprägt, wie sie im Umfeld der Literatur und Kunst des deutschen Expressionismus besonders stark zum Ausdruck gebracht wurde. In zahlreichen schriftlichen Äußerungen, Briefen und Reflexionen bezeichnete sich Ernst Barlach immer wieder auch als "Gottsucher", wobei seine pantheistische Weltsicht weit über die christliche Gottesvorstellung hinausgeht.

Die Ausstellung in der St.-Martini-Kirche in Braunschweig entstand auf Initiative von Karin und Jochen Joachim Prüsse hin und wurde in Kooperation mit der Bibel+Kultur-Stiftung sowie der Ernst Barlach Gesellschaft umgesetzt. Sie zeigte mehr als 40 Plastiken und 14 Lithographie-Zyklen und wurde von zahlreichen Konzerten und Vorträgen umrahmt.

Henning Lange Kunst.Kultur.Reisen.
Eiermarkt 3
38100 Braunschweig

 

Kontakt
Telefon: 0531 6180007 0531 6180007
Fax: 0531 6180058
E-Mail: lange@kunst-kultur-reisen.net

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