Schloss Wilhelmsthal

mit Gartenmesse und Kultur im Schlosspark

Samstag, 23. Mai 2020

Wir besuchen eines der schönsten Rokokoschlösser Deutschlands. Im dazugehörigen Park, kann man nicht nur Eindrücke der neusten Pflanzentrends aufschnappen, sondern auch in der um 1750 entstandenen Anlage in die vergangene Zeit des Rokoko eintauchen. Das Flanieren zwischen den weißen Pagodenzelten lohnt sich also nicht nur der ausgewählten Waren der Aussteller wegen, sondern auch, um das Gelände rund um das Gartenfest zu genießen.

 

Park und Schloss Wilhelmsthal ließ Landgraf Wilhelm VIII, der Gründer der Kasseler Gemäldegalerie, ab 1743 in ländlicher Umgebung als Sommerresidenz, Lust- und Jagdschloss errichten. Die Fertigstellung sollte er nicht mehr erleben.

Der Schlossbau ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Region und gehört zu den wichtigsten erhaltenen Schöpfungen des Rokoko. Herausragende Künstler des 18. Jahrhunderts waren am Bau beteiligt.
Der Entwurf nach „neuestem französischen Geschmack“ einer „maison de plaisance“ kam von dem bayerischen Hofarchitekten François de Cuvilliés d. Ä. Die kostbare Innenausstattung mit geschnitzten Wandvertäfelungen, Stukkaturen und zahlreichen Gemälden von höchster Qualität schufen der Bildhauer Johann August Nahl, der zuvor schon in Berlin und Potsdam für Friedrich den Großen gearbeitet hatte, der Hofstukkateur Johann Michael Brühl und der Kasseler Hofmaler Johann Heinrich Tischbein d. Ä.

 

Rokokopark

Vom nie ganz fertiggestellten Rokokopark aus der Mitte des 18. Jahrhunderts sind noch Teile erhalten: die südliche Achse mit dem Kanal und der Grotte, ein Meisterwerk höfischer Parkkunst des 18. Jahrhunderts, sowie der frühere Ententeich. Von der teilweise durch Linden gefassten Mittelachse ist noch das ehemalige Wasserbassin, mit dem die geplante Kaskade gespeist werden sollte, als Bodenvertiefung zu erkennen.

 

Schlosspark

Das heutige Aussehen des Gartens wird jedoch insgesamt von der Umgestaltung zum Landschaftsgarten bestimmt, die Landgraf Wilhelm IX von 1796 bis 1806 von seinem Hofgärtner Karl Hentze nach Plänen von D. A. Schwarzkopf durchführen ließ. In dieser Zeit entstand nach einem Entwurf des namhaften Kasseler Architekten Simon Louis du Ry auf einer Anhöhe der Wartturm als künstliche Ruine, die Baumkronen überragend.

Der Turm weist auf eine Besonderheit der Wilhelmsthaler Anlage hin: Das Schloss liegt entgegen den Regeln am tiefsten Punkt, fast verborgen im Talgrund. Die Hauptachse steigt zu beiden Seiten hin an, nach Osten dem Park die Mitte gebend, nach Westen als Allee zum zugehörigen Tiergarten, dem Jagdgebiet der Hofgesellschaft. Am eindrucksvollsten ist diese Szenerie von den Festräumen im ersten Geschoss aus zu erleben.

Leistungen: Busfahrt, Eintritt (Schloss & Gartenfestival), Schlossführung, Wegzehrung

Preis: 78 pro Person

Begleitung durch herzliche und erfahrene Reisebegleiter.

 

Anmeldung unter: Tel.: 0531 / 618 00 07, unter Fax 0531 / 618 00 58,

E-Mail: lange@kunst-kultur-reisen.net

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© Henning Lange Kunst.Kultur.Reisen.